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Wie sollte man auf eine Änderungskündigung reagieren? Tipps für Arbeitnehmer

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, mit einem Rechtstipp zum Thema Änderungskündigung.

Arbeitnehmer in schwieriger Situation:
Eine Änderungskündigung bringt Arbeitnehmer in eine schwierige Situation. Zum einen bedeutet die Änderungskündigung verschlechterte Arbeitsbedingungen. Deshalb will man sie natürlich nach Möglichkeit nicht hinnehmen. Zum anderen läuft das Arbeitsverhältnis fort, wenn man sie akzeptiert, und man muss dann auch weiter mit dem Arbeitgeber zu Recht kommen. Hier gilt es sorgfältig abzuwägen und dabei insbesondere die Chancen auszuloten, mit denen man erfolgreich gegen die Änderungskündigung vorgehen könnte. Dafür ist die Überprüfung der Änderungskündigung durch einen Experten dringend zu empfehlen. Der kann einen dann im Hinblick auf die Optionen beraten, sodass der Arbeitnehmer anschließend eine fundierte Entscheidung treffen kann.

Was bedeutet die Änderungskündigung? Eine Änderungskündigung des Arbeitgebers bedeutet eine Kündigung des bisherigen Arbeitsverhältnisses verbunden mit dem Angebot an den Arbeitnehmer, dieses zu veränderten Arbeitsbedingungen fortzusetzen. Da man als Arbeitnehmer in der Regel nur drei Wochen Zeit hat, um das Angebot anzunehmen, ist eine schnelle Reaktion erforderlich. Für den Fall, dass man nicht innerhalb dieser Frist reagiert, wirkt die Änderungskündigung nämlich als Beendigungskündigung und das Arbeitsverhältnis geht zu Ende. Die Dreiwochenfrist gilt darüber hinaus ab Zugang auch für den Fall, dass der Arbeitnehmer gegen die Änderungskündigung klagen will.

Wer nicht aktiv wird, steht ohne Arbeitsverhältnis und Abfindung dar: Keine Option ist es also, einfach gar nicht auf die Änderungskündigung zu reagieren. In diesem Fall endet nämlich das Arbeitsverhältnis drei Wochen nach dem Zugang der Änderungskündigung beim Arbeitnehmer und auch eine Abfindung kriegt man nicht.

Optionen für Arbeitnehmer, die Änderungskündigung erhalten haben:

1. Annahme der Änderungskündigung: Dann hat man das Arbeitsverhältnis zu den neuen Bedingungen gesichert. Da die Bedingung meistens schlechter sind, ist in dieser Schritt in der Regel nicht sinnvoll.

2. Ablehnung der Änderungskündigung: Dann wandelt sich die Änderungskündigung quasi in eine Beendigungskündigung und das Arbeitsverhältnis endet zum Zeitpunkt des Fristablaufs. Dann hat man sein Arbeitsverhältnis verloren. Man sollte in diesem Fall unbedingt innerhalb der Dreiwochenfrist Kündigungsschutzklage einreichen. Man gewinnt die Kündigungsschutzklage dann allerdings nur, wenn die Änderungskündigung unwirksam war. Im Zweifel droht bei dieser Variante also immer der Verlust des Arbeitsplatzes.

3. Annahme unter Vorbehalt und Klage: Die dritte Möglichkeit ist die regelmäßig einzig sinnvolle. Man nimmt das Änderungsangebot innerhalb der vom Arbeitgeber gesetzten Frist, spätestens aber innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Änderungskündigung unter dem Vorbehalt seiner Wirksamkeit an. Gleichzeitig erhebt man innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Änderungskündigung Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht und begehrt die Feststellung, dass die Änderungskündigung die Arbeitsbedingungen nicht wirksam geändert hat, das Arbeitsverhältnis also nicht veränderten Bedingungen weiter fortbesteht.

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20.4.2016

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