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Verhaltensbedingte Kündigung: Wann ist sie wirksam und wann nicht?

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Ein Mitarbeiter erscheint an mehreren Tagen hintereinander zu spät zur Arbeit und erhält eine Abmahnung. Eine Woche später fallen S-Bahnen aus, der Arbeitnehmer sagt rechtzeitig Bescheid, er kommt 5 Minuten zu spät – und erhält trotzdem die verhaltensbedingte Kündigung. Was kann der Arbeitnehmer tun? Sich wehren mit einer Kündigungsschutzklage? Das macht häufig Sinn, denn eine verhaltensbedingte Kündigung verstößt oft gegen arbeitsrechtliche Vorschriften.

Beeinträchtigung des Vertrauensverhältnisses problematisch: Bei verhaltensbedingten Kündigungen kommt es auf folgendes an: Beschädigt man das Vertrauen zu seinem Arbeitgeber? Oder handelt es sich um einen Fehler im Arbeitsbereich? Verstöße im Vertrauensbereich, beispielsweise Diebstahl, Betrug oder Veruntreuung von Geldern führen in den meisten Fällen bereits nach einer Verfehlung zu einer fristlosen Kündigung. Nur bei ganz kleinen Verstößen, etwa beim Diebstahl eines Kugelschreibers, kann der Arbeitnehmer mit einer Abmahnung davonkommen. Wiederholt er sein Verhalten trotz der Abmahnung, ist die verhaltensbedingte oder sogar fristlose Kündigung üblicherweise wirksam.

Fehler im Arbeitsbereich: Bei Fehlern bei der Arbeit muss dagegen deutlich mehr passieren. Irren ist menschlich, fehlerloses Arbeiten kann niemand verlangen. Etabliert hat sich deshalb folgende Faustformel: Je leichter der Verstoß, desto häufiger muss der Arbeitgeber das Verhalten abmahnen, bevor er verhaltensbedingt oder fristlos kündigen darf. Wie beispielsweise im Fall des Arbeitnehmers, der sich um 5 Minuten verspätet: Der Arbeitgeber hätte dort sicherlich noch einmal abmahnen müssen.

Häufige Fehler von Arbeitgebern: Bei der verhaltensbedingten oder fristlosen Kündigung verstoßen Arbeitgeber häufig gegen das Arbeitsrecht, die meisten Fehler passieren bei der Abmahnung: mal ist sie falsch formuliert, mal wurde der Arbeitnehmer nicht richtig angehört. Oder man hat etwas falsch gemacht bei der Betriebsratsanhörung. Die Liste der möglichen Fehler ist lang; hohe Abfindungszahlungen sind realistisch, wenn dem Arbeitgeber bei einer Kündigungsschutzklage klar wird, dass er den Mitarbeiter womöglich wiedereinstellen muss.

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Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträge, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

20.7.2017

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