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Kündigung erhalten – Überstundenvergütung verlangen?

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit einem Rechtstipp zum Thema Überstundenvergütung.

Überstundenvergütung im Kündigungsfall:
Viele Arbeitnehmer kommen einer Überstundenanordnung des Arbeitgebers in der Praxis zunächst nach und leisten Überstunden ab. Eine Vergütung bzw. Abgeltung verlangen sie zunächst nicht. Das ändert sich spätestens dann, wenn vom Arbeitgeber auf einmal die Kündigung kommt. Was gilt es dann bei der Geltendmachung von Überstundenvergütung zu beachten?

1. Problem Ausschlussfristen: Die Schwierigkeit in diesem Zusammenhang beginnt schon bei der Frage, wie schnell entsprechende Ansprüche geltend gemacht werden müssen. Unter Umständen haben Arbeitnehmer dafür nur drei Monaten Zeit, wenn nämlich in ihrem Arbeitsvertrag sog. Ausschlussfristen vereinbart sind. Sofern diese wirksam sind (entsprechende Überprüfung durch einen Experten kann sich lohnen), verfallen die Ansprüche des Arbeitnehmers auf Überstundenvergütung nach deren Ablauf, wenn er sie bis dahin nicht geltend gemacht (ggf. sogar eingeklagt) hat.

2. Problem Dokumentation der Überstunden: Das zweite erhebliche Problem in der Praxis besteht in der Dokumentation der Überstunden durch den Arbeitnehmer. Kommt es zum Streit über die Überstundenvergütung müssen Arbeitnehmer nämlich genau darlegen können, wann sie welche Überstunden geleistet haben und auch dass der Arbeitgeber diese tatsächlich angeordnet bzw. geduldet hat. Möglichst lässt man die Überstunden vom Arbeitgeber abzeichnen oder sollte zumindest auf Basis eines Kalenders oder der Bestätigung durch Kollegen einen entsprechenden Nachweis führen können. Wer dies nicht tut, dürfte später im Rahmen eines Prozesses Schwierigkeiten haben, seine Ansprüche erfolgsreich geltend zu machen.

Geltendmachung im Kündigungsschutzprozess: Die Geltendmachung der Überstunden durch den Arbeitnehmer sollte im Rahmen des Kündigungsschutzprozesses erfolgen, mit dem man sich auch gegen die Kündigung wehrt. Dadurch kann die Abfindung ggf. noch etwas in die Höhe gedrückt werden. Das ist auch vor dem Hintergrund sinnvoll, dass die Abfindung im Rahmen einer umfassenden Einigung mit dem Arbeitgeber, durch die alle anderen Ansprüche des Arbeitnehmers erlöschen, sozialabgabenfrei ist – anders als wenn man die Überstundenvergütung separat geltend machen würde.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträge, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind. Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

13.3.2017

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