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Schwangerschaft und Kündigung – Hinweise für Arbeitnehmerinnen

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Schutz von Schwangeren vor Kündigung:
Arbeitnehmerinnen genießen während der Schwangerschaft einen besonderen Kündigungsschutz. In der Regel können Arbeitgeber also währenddessen nicht kündigen, selbst wenn sie von der Schwangerschaft im Zeitpunkt der Kündigung noch gar keine Kenntnis hatten.

Nachträgliche Mitteilung der Schwangerschaft: Eine Kündigung ist auch dann unwirksam, wenn dem Arbeitgeber die Schwangerschaft innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung mitgeteilt wird. Das Überschreiten dieser Frist ist unschädlich, wenn es auf einem von der Frau nicht zu vertretenden Grund beruht und die Mitteilung unverzüglich nachgeholt wird.

Bundesarbeitsgericht zur nachträglichen Mitteilung der Schwangerschaft: Die nachträgliche Mitteilung der Schwangerschaft muss das Bestehen einer Schwangerschaft im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung oder die Vermutung einer solchen Schwangerschaft zum Inhalt haben. Die Mitteilung der Schwangerschaft ohne Rücksicht darauf, ob der Erklärungsempfänger ihr auch das Bestehen dieses Zustandes zu diesem Zeitpunkt entnehmen kann, genügt nicht. Teilt die Arbeitnehmerin ausdrücklich nur das Bestehen einer Schwangerschaft mit, so hängt es von den Umständen des Falles ab, ob die Mitteilung dahin verstanden werden mußte, daß die Schwangerschaft bereits bei Zugang der Kündigung bestanden habe (BAG, Urteil vom 15. November 1990 – 2 AZR 270/90 –, juris).

Schnelle Reaktion erforderlich: Arbeitnehmerinnen sollten den Arbeitgeber umgehend davon in Kenntnis setzen, sobald sie von der Schwangerschaft wissen und ihm einen entsprechenden Nachweis vorlegen. Sie sollten zudem darauf achten, dass sie diese Mitteilung später auch beweisen können. Im Falle einer Kündigung gilt es anschließend umgehend rechtliche Beratung von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuholen. Wer nicht sofort tätig wird, muss damit rechnen, aufgrund der ablaufenden Fristen erhebliche Nachteile zu erleiden. Für die Zurückweisung einer Kündigung etwa wegen nicht ordnungsgemäßer Bevollmächtigung hat man nur wenige Tage Zeit. Eine Kündigungsschutzklage, mit der die Kündigung angegriffen wird, muss innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden. Wer offene Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis geltend machen will, muss dies zudem oftmals innerhalb von einem Monat tun, wenn im Arbeitsvertrag entsprechende Ausschlussfristen vereinbart sind.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträge, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

14.8.2017

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