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Hinweise für Arbeitnehmer zur Kündigung wegen einer Straftat

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, zum Thema Kündigung wegen einer Straftat.

Arbeitsrechtliche und strafrechtliche Komponente beachten:
Wenn man Grund zu der Annahme hat, dass eine Kündigung im Zusammenhang mit einer Straftat ergeht, sollte man als Arbeitnehmer beachten, dass dies sowohl arbeitsrechtliche als auch strafrechtliche Probleme mit sich bringt. Deshalb sollte man unverzüglich den Rat eines Anwalts einholen, der bestenfalls in beiden Gebieten tätig ist. Gegen eine Kündigung wehrt man sich am besten mit einer Kündigungsschutzklage. Zudem droht aber auch unter Umständen auch ein Strafverfahren.

Vorgehensweise auf individuellen Fall abstimmen: Diese Überschneidung von Arbeitsrecht und Strafrecht ist problematisch. Im Strafverfahren ist man regelmäßig gut damit beraten, sich nicht zu äußern. Im Kündigungsschutzverfahren dagegen muss man sich äußern, um die Kündigung zu entkräften. Hier wandelt man also auf einem schmalen Grad, sodass jeweils im konkreten Fall eine individuelle Strategie ausgelotet werden muss.

Wovon ist die Vorgehensweise abhängig? Maßgeblich ist in diesem Zusammenhang vor allem, wie schwer die Vorwürfe des Arbeitgebers wiegen und wie angreifbar die Kündigung ist. Letzteres ist wiederum davon abhängig, ob und inwiefern der Arbeitgeber die Vorwürfe beweisen kann und ob er sonst fehlerfrei vorgegangen ist oder ihm aber formale Fehler unterlaufen sind (fehlende Betriebsratsanhörung oder Anhörung des Arbeitnehmers etc.). Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Eine Kassiererin, die wegen Diebstahls gekündigt wird, muss sich vor allem auch auf das Strafverfahren konzentrieren, da ein negativer Ausgang weit reichende Konsequenzen auch für das weitere Arbeitsleben mit sich bringen wird. Mit entsprechenden Einträgen im Führungszeugnis oder Bundeszentralregister wird sich kaum noch ein neuer Job finden lassen. Wer hingegen als Tischler mit 20-jähriger Betriebszugehörigkeit Baumaterialien aus dem Eigentum des Arbeitgebers hat mitgehen lassen, wird gute Aussichten darauf haben, die Kündigung angreifen und sich in diesem Zusammenhang dann auch eine Abfindung sichern zu können. Das gilt umso mehr, als die Vorwürfe vielleicht gar nicht bewiesen werden können oder in der Vergangenheit die Mitnahme von Baumaterial allgemein geduldet wurde.

Im Strafverfahren gilt im Zweifel für den Angeklagten: Unzureichende Beweise kann man sich dann wiederum auch im Strafverfahren zunutze machen. Das Gericht muss hier nämlich vollständig von der Tatbegehung überzeugt sein. Es gilt der Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten. Damit muss es schon dann zum Freispruch kommen, wenn die Möglichkeit eines anderen Geschehensablaufs besteht. Beispiel: bei Kündigung wegen Unterschlagung aus einer Kasse kann regelmäßig schon dann nicht verurteilt werden, wenn mehrere Arbeitnehmer theoretisch Zugriff auf die Kasse hätten haben können. In der Praxis ist dies nahezu immer der Fall, da zum Beispiel bei Urlaub oder in Krankheitsfällen notwendig der jeweilige Arbeitnehmer vertreten werden muss.

So können wir Ihnen helfen. Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen und auch in anschließenden Strafverfahren. Gerade wenn der Verdacht einer Straftat im Raum steht, ist es besonders wichtig, dass der Anwalt sowohl die arbeitsrechtliche als auch die strafrechtliche Komponente des Geschehens hinreichend beachtet und sorgfältig gegeneinander abwägt. Strafrechtlich ist es oft am besten, nichts zu sagen. Arbeitsrechtlich wiederum ist dies unmöglich, wenn man in nicht die Kündigungsschutzklage verlieren will.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst unverbindlich mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage und ein geeignetes Vorgehen im Hinblick auf das drohende Strafverfahren.

12.6.2017

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