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Kündigung wegen Betrugs bei den Fahrtkosten: Tipps für Arbeitnehmer

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Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Eine Fahrtkostenabrechnung lässt sich leicht nachprüfen mit Google Maps. Stimmt sie überein mit der kürzesten Wegstrecke? Wenn nicht, hat der Arbeitnehmer ein Problem: Er kann dafür die verhaltensbedingte „ordentliche“ Kündigung kriegen, oder sogar die fristlose Kündigung. Warum ist das so? Was kann der Arbeitnehmer tun, um eine Kündigung zu vermeiden?

Der Arbeitnehmer muss die kürzeste Wegstrecke fahren, nur die darf er als Fahrtkosten in Rechnung stellen. Fährt er beispielsweise sein Kind zur KiTa oder erledigt er einen Einkauf: Diese Strecken darf er nicht abrechnen, es sind privat gefahrene Kilometer, keine dienstlichen! Wer Umwege dennoch abrechnet, begeht regelmäßig einen Fahrtkostenbetrug, also ein Vermögensdelikt zum Nachteil des Arbeitgebers. Damit verstößt man „erheblich“ gegen die Pflichten aus dem Arbeitsverhältnis, mit schwerwiegenden Konsequenzen: Der Arbeitgeber darf fristlos kündigen, oder eine verhaltensbedingte „ordentliche“ Kündigung aussprechen, und das meistens ohne vorherige Abmahnung!

Klagt der Arbeitnehmer gegen die Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage, gerät er in solchen Fällen häufig in Erklärungsnot, denn er muss es nachvollziehbar begründen, warum er die längere Strecke gefahren ist und warum es sich dabei um eine Dienstfahrt gehandelt hat.

Natürlich gibt es oft gute Gründe für die zu viel gefahrenen Kilometer: Die Autobahn war gesperrt, es gab eine Umleitung, der Tank musste aufgefüllt werden, die nächste offene Tankstelle war 20 Kilometer entfernt, etc. Nur: Es ist nicht einfach, das später vor Gericht zu beweisen!

Nicht umsonst sind Kündigungen wegen Fahrtkostenabrechnung, Arbeitszeitnachweisen oder Reisekostenabrechnungen sehr beliebt bei Arbeitgebern: Man kann den Kündigungsgrund auch nach langer Zeit „schwarz auf weiß“ präsentieren.

Was können Sie als Arbeitnehmer tun?

Seien Sie genau bei Abrechnungen, bei Fahrtkostenabrechnungen, bei Arbeitszeitnachweisen oder bei den Spesen, besonders wenn sich die Angaben präzise nachprüfen lassen. Seien Sie sich bewusst: Eine unrichtige Abrechnung ist juristisch gesehen regelmäßig ein Vermögensdelikt, ein „Betrug“! Schauen Sie sich die Wegstrecken vorher auf einem Kartenprogramm an, besprechen Sie es mit Ihrem Chef, wenn Sie längere Wegstrecken abrechnen müssen, und zwar möglichst bevor sie losfahren. Wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt, wie eine Baustelle oder ein Umweg zu einer Tankstelle: Erklären Sie das Ihrem Chef nach der Fahrt. Und machen Sie sich Notizen! Wenn man Ihnen Jahre später eine unrichtige Fahrtkostenabrechnung vorwirft, können Sie gut kontern.

Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und Abwicklungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind. Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

8.7.2017

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