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Kündigung im Kleinbetrieb: Anwalt für Arbeitsrecht Bredereck, Berlin, kämpft für eine hohe Abfindung.
Abfindung Kleinbetrieb

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin

 

Kündigung im Kleinbetrieb: Manch ein Arbeitnehmer geht fälschlicherweise davon aus, in einem Kleinbetrieb zu arbeiten. Jedenfalls will ihm das sein Arbeitgeber weismachen. Verständlich, weil er das Kündigungsschutzgesetz dann nicht beachten muss bei einer Kündigung. Andererseits würde der Arbeitnehmer sehr davon profitieren, wenn er nicht in einem Kleinbetrieb beschäftigt ist: Sein Kündigungsschutz ist dann deutlich gestärkt wegen der Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes. Deutlich besser sind dann die Chancen auf eine hohe Abfindung.

 

Diese Fragen haben Arbeitnehmer nach einer Kündigung: Wann liegt ein Kleinbetrieb vor? Und: Muss ich das vor dem Arbeitsgericht beweisen? Was muss ich tun, um möglichst gute Chancen auf eine hohe Abfindung zu haben? Der Reihe nach:

 

Wann liegt ein Kleinbetrieb vor? Es handelt sich um einen Kleinbetrieb, wenn dort regelmäßig zehn oder weniger Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt sind. Teilzeitarbeitnehmer werden nach folgendem Schlüssel mitgerechnet: Arbeitet ein Mitarbeiter mehr als 30 Stunden wöchentlich, gilt er als ¾-Arbeitnehmer; eine Arbeitskraft, die 20 Stunden und weniger arbeitet, zählt als ½-Arbeitnehmer. Es kommt öfter vor, als man denkt, dass die Reinigungskraft, die wöchentlich einmal für 2-3 Stunden sauber macht, den Unterschied macht und über Gewinn und Verlust einer Kündigungsschutzklage entscheidet. Oder die Scheinselbständigen, die das Arbeitsgericht je nach Wochenarbeitszeit regelmäßig entweder als ganze, dreiviertel, oder halbe Arbeitskraft hinzurechnet.

 

Beweislast vor dem Arbeitsgericht. Wer muss beweisen, dass die Reinigungskraft dort tätig ist? Oder dass der angeblich selbständige Berater nur scheinselbständig ist? Manchmal kennt man nur den Vornamen der Reinigungskraft. Kaum ein Arbeitnehmer kann die persönlichen Daten aller Mitarbeiter in der Firma benennen. Das ist für eine Kündigungsschutzklage nicht nötig! 

 

Was muss man als Arbeitnehmer vor Gericht vortragen? Um in Zweifel zu ziehen, dass ein Kleinbetrieb vorliegt, reicht es aus, wenn der Arbeitnehmer die Mitarbeiter des Betriebs möglichst nachvollziehbar benennt. Es genügt beispielsweise, wenn man vorträgt, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten die Reinigungskraft im Betrieb tätig ist, wie er genannt wird und/oder in etwa wie er aussieht. Beschreibt der Arbeitnehmer nachvollziehbar und schlüssig, dass mehr als zehn Mitarbeiter im Betrieb tätig sind, ist es Aufgabe des Arbeitgebers, zu beweisen, dass ein Kleinbetrieb vorliegt. Dafür muss er beispielsweise seine Lohnbuchhaltung offenlegen – Informationen, die der Arbeitgeber ungern im Prozess preisgibt. Viele Arbeitgeber ziehen es vor, sich mit dem Arbeitnehmer auf eine Abfindung zu einigen.

 

Gute Chancen für eine Abfindung. Wer nachvollziehbar darlegen kann, dass in seinem Betrieb mehr als zehn Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigt sind, hat gute Chancen auf eine hohe Abfindung, gleich, ob es sich um eine betriebsbedingte Kündigung, eine personenbedingte Kündigung, oder eine verhaltensbedingte Kündigung handelt. Wenn das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist, darf der Arbeitnehmer nur unter den strengen Voraussetzungen dieses Gesetzes gekündigt werden. In den meisten Fällen hat der Arbeitnehmer vor dem Arbeitsgericht gute Chancen, sich mit seinem alten Arbeitgeber auf eine möglichst hohe Abfindung zu einigen. Deutlich besser sind die Karten regelmäßig, wenn man Klage einreicht mit einem erfahrenen Anwalt oder Fachanwalt für Arbeitsrecht.

 

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Ist unklar, ob es sich um einen Kleinbetrieb handelt? Oder ob das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist? Rufen Sie noch heute Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck in Berlin an, unter 030.40004999 spricht er mit Ihnen über Ihre Klage- und Abfindungschancen – telefonische Ersteinschätzung kostenlos und unverbindlich.