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Inventux pleite

Berliner Solarfirma Inventux ist insolvent. Zunächst sind keine Entlassungen geplant. von Alexander Bredereck Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin-Marzahn

Nach Solon und Soltecture hat die Pleitewelle in der Solarindustrie hat auch die Marzahner Firma Inventux erfasst. Der Solarzellen-Hersteller habe aktuellen Pressemeldungen zufolge in der vergangenen Woche Insolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg gestellt. 

Folgen für die betroffenen Arbeitnehmer.

Den Meldungen zufolge sind betriebsbedingte Kündigungen zunächst nicht geplant, es werde ein Investor gesucht.

Auch Kündigungen durch den Insolvenzverwalter sind nicht automatisch wirksam. 

Der Insolvenzverwalter muss das Kündigungsschutzgesetz beachten. Wird nicht allen Arbeitnehmern gekündigt, muss er eine Sozilaauswahl durchführen. Deshalb lohnt sich in der Regel eine Kündigungsschutzklage.

Was kann man mit einer Kündigungsschutzklage erreichen?

Man kann eine Abfindung erstreiten. Sollten Teile des Unternehmens von anderen Unternehmen übernommen werden, kommt auch ein Übergang der Arbeitsverhältnisse auf das übernehmende Unternehmen in Betracht (Betriebsübergang, § 613a BGB).


Was ist bei der Kündigungsschutzklage zu beachten?

Das Wichtigste: Die Klage muss zwingend innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim zuständigen Arbeitsgericht eingereicht werden. Wer also innerhalb der Dreiwochenfrist nicht klagt steigt aus dem Rennen um die höchstmögliche Abfindung aus.

Kann man die Kündigungsschutzklage auch ohne Anwalt einreichen?

Ja. Die Rechtsantragstelle des zuständigen Arbeitsgerichts hilft bei der Formulierung. Allerdings hat man dann niemanden, der im Falle eines Fehlers haftet.

Berlin, den 23.5.2012