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Fristlose Kündigung: Wen eine lange Betriebszugehörigkeit schützt - und wen nicht

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War es dieses Sicherheitsgefühl? Wegen 25 Jahren Betriebszugehörigkeit? Oder hat er es seinem Arbeitgeber zugetraut, später die Unwahrheit zu sagen, nicht richtig wiederzugeben, was man besprochen hat in diesem Personalgespräch? Jedenfalls hat er sie angeschaltet, die Aufnahmefunktion seines Handys, das da vor ihnen lag auf dem Tisch, als es um sein Verhalten am Arbeitsplatz ging, um Äußerungen wie "faule Mistkäfer" und "Low Performer", so hatte er über Kollegen in Emails gesprochen. Das mit der Aufzeichnung sickerte später beim Arbeitgeber durch, und die Firmenleitung reagierte prompt: mit einer fristlosen Kündigung. Zu Recht! entschied das Landesarbeitsgericht Hessen am 23.08.2017 (Az.: 6 Sa 137/17).

Der Fall zeigt: Egal wie lange ein Mitarbeiter dabei ist, egal wie viele "Sozialpunkte" er auf seiner Seite hat: Es gibt Pflichtverletzungen, die sind im Arbeitsrecht so gravierend, dass sie die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Wie den Diebstahl von Firmeneigentum, oder wenn man Firmengelder klaut oder veruntreut. Und wer seinem Chef eine runterhaut, dem ist wahrscheinlich klar, dass er am nächsten Tag zu Hause bleiben kann.

Dennoch: Die lange Betriebszugehörigkeit ist nicht unwichtig, wenn es um die Wirksamkeit der fristlosen Kündigung geht. Das Arbeitsgericht wägt nämlich Interessen ab: Die Richter werfen quasi in die Waagschale, wie lange der Arbeitnehmer dabei war und wie "reibungslos" das Arbeitsverhältnis verlief. In die andere Waagschale kommt: die Pflichtverletzung; je schwerer, desto schwerer die Waagschale. Bei dieser Abwägung haben 25 Betriebszugehörigkeit zwar einiges an Gewicht. Aber: Das Landesarbeitsgericht Hessen deutet es in seiner Entscheidung an: Das Arbeitsverhältnis verlief eben nicht immer reibungslos, da er so über seine Kollegen herzog, dafür sogar abgemahnt wurde. Das Arbeitsverhältnis war durch die Äußerungen "beeinträchtigt", die 25 Jahre Betriebszugehörigkeit wogen für die Richter anscheinend nicht ganz so schwer.

Sehr oft geschieht Unrecht, wenn einem Mitarbeiter fristlos gekündigt wird. Oft liegt gar kein Kündigungsgrund vor, oder man macht Fehler bei der Interessenabwägung. Wer weiß, wie das Landesarbeitsgericht geurteilt hätte, wenn der Mitarbeiter 25 Jahre tadellos gearbeitet hätte? Die arbeitsgerichtliche Rechtsprechung zeigt: Ein langjähriges, tadelloses Arbeitsverhältnis kann einer fristlosen Kündigung durchaus im Weg stehen.

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