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Fristlose Kündigungen bei VW wegen Verdachts einer Straftat (Verdachtskündigung)?

Bei Verdachtskündigungen hilft Fachanwalt für Arbeitsrecht Bredereck, Berlin: 030.40004999.
Abfindung Anwalt

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin

 

VW will Mitarbeitern fristlos kündigen, die im Verdacht stehen, in die Abgasaffäre verwickelt zu sein. Das berichtet Spiegel Online in einem Artikel vom 17.08.2018 unter Berufung auf einen Medienbericht der Bild am Sonntag. Gegen die Arbeitnehmer werde wegen Softwaremanipulation und Aufruf zur Löschung von Daten ermittelt, sowie wegen Marktmanipulation. Brisant: Einige dieser Mitarbeiter hätten an der Aufklärung mitgewirkt und würden wohl dennoch die Verdachtskündigung erhalten. Der Berliner Kündigungsschutzexperte und Arbeitsrechtler Fachanwalt Bredereck sagt, unter welchen Umständen Arbeitnehmer bei einem Verdacht einer Straftat die (fristlose) Kündigung riskieren.

 

Unter Umständen kann der Arbeitgeber einem Mitarbeiter wegen des Verdachts einer Straftat fristlos kündigen. Eine solche Verdachtskündigung ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts grundsätzlich möglich, obwohl es in unserer Rechtsordnung regelmäßig keine negativen Rechtsfolgen wegen eines Verdachts geben darf. Im Arbeitsrecht sind Kündigungen allerdings ausnahmsweise erlaubt, da man dem Arbeitgeber nicht zumuten kann, das Ende jedes Strafverfahrens abzuwarten. 

 

Das Bundesarbeitsgericht legt die Messlatte für eine Verdachtskündigung sehr hoch. Für die Wirksamkeit einer fristlosen Kündigung muss der Arbeitnehmer im Verdacht stehen, einen schwerwiegenden Pflichtverstoß begangen zu haben, der zu einem enormen Schaden beim Arbeitgeber führt. Ist der Mitarbeiter einer Straftat verdächtig, kommt die Verdachtskündigung regelmäßig nur in Betracht, wenn die Tat einen dienstlichen Bezug hat, beispielsweise bei einem Arbeitszeitbetrug oder einer Handgreiflichkeit am Arbeitsplatz.

 

Bei den Ermittlungen gegen die VW-Mitarbeiter geht es wohl um Straftaten, die aus Sicht von VW nicht unbedeutend sein dürften. Und man könnte sich vorstellen, dass Abgasmanipulationen zu einem erheblichen Schaden für den Arbeitgeber führen können. Allerdings waren einige Mitarbeiter wohl als Kronzeugen an der Aufklärung beteiligt. Ob sie das vor einer fristlosen Kündigung schützen kann, ist unklar. Der arbeitsrechtliche Schutz von Hinweisgeber oder Whistleblower ist in der Bundesrepublik nicht ausgeprägt. Jedenfalls ist so gut wie jede Verdachtskündigung für den Arbeitgeber mit Risiken verbunden. 

 

Als Anwalt für Arbeitsrecht kann ich nur dazu raten, sich gegen eine fristlose Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht zu wehren. Im Fall einer Verdachtskündigung hat der Arbeitnehmer regelmäßig gute Chancen auf eine hohe Abfindung. Die meisten Arbeitgeber wollen einen schnellen Schlussstrich ziehen und scheuen das Risiko einer arbeitsgerichtlichen Entscheidung, die sich im Fall von Berufung und Revision mitunter Jahre hinziehen kann. 

 

Haben Sie eine Verdachtskündigung erhalten? Dann sollten Sie sich am besten noch heute an einen Arbeitsrechtler wenden und mit ihm die Chancen einer Kündigungsschutzklage klären. Falls Sie VW-Mitarbeiter sind oder Mitarbeiter eines anderen großen Konzerns, sollte Ihr Rechtsbeistand Erfahrung in Abfindungsverhandlungen mit großen Unternehmen haben. 

 

VW-Mitarbeitern biete ich folgendes an: Rufen Sie mich in meiner Berliner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht unter 030.40004999 an. Kostenlos und unverbindlich spreche ich mit Ihnen über Ihre Abfindungschancen. Auch wenn Sie die Kündigung nur vermuten: Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin, gibt Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Chancen auf eine Abfindung im Vorfeld einer Kündigung verbessern.