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Die Personalakte

Eine Personalakte ist eine Sammlung sämtlicher Daten und Unterlagen, die sich auf die Person eines Arbeitnehmers bezieht. Dabei ist nicht von Bedeutung, in welcher Form oder an welcher Stelle (z.B. elektronische Datenbanken) die Daten gesammelt werden.

Der Arbeitgeber muss Informationen aus der Personalakte grundsätzlich vertraulich behandeln und deshalb den Kreis der Mitarbeiter mit Zugriff auf die Personalakte möglichst klein halten.

Die Personalakte darf ohne die Zustimmung des Arbeitnehmers nicht an Betriebsfremde weiter gegeben werden.

Personalakten enthalten in der Regel den Arbeitsvertrag, Beurteilungen, Zeugnisse, Personalfragebögen, Testergebnisse und gegebenenfalls Ermittlungsakten in Disziplinarsachen. Typischerweise werden auch der Personenstand, der berufliche Werdegang, Abmahnungen, Lohnänderungen und der Schriftverkehr zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erfasst.

Der Arbeitgeber darf nur die Angaben in der Personalakte sammeln, an denen er ein sachliches Interesse hat. Daneben muss er die enthaltenen Angaben rechtmäßig erlangt haben.

Der Arbeitnehmer hat das Recht, die Personalakte während seiner Arbeitszeit einzusehen. Er kann hierzu einen Dritten bevollmächtigen. Weiter kann er ein Mitglied des Betriebsrates hinzuziehen und vom Arbeitgeber schriftlich eine Erklärung oder ergänzende Unterlagen anfordern.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, missbilligende Erklärungen (z.B. Abmahnungen) aus der Personalakte zu entfernen, wenn diese unrichtige Tatsachen enthalten und den Arbeitnehmer in seiner Rechtsstellung oder in seinem beruflichen Fortkommen beeinträchtigen können.

Die Kanzlei des Fachanwalts Alexander Bredereck liegt zentral in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Räumlichkeiten befinden sich in der Prenzlauer Allee 189 auf Höhe der Danziger Straße.

Bei Anreise mit dem PKW sind Parkmöglichkeiten direkt vor dem Haus vorhanden.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist bequem mit der Tram möglich (ca. eine Minute Fußweg von der Tram-Haltestelle Prenzlauer Allee/Danziger Str.) sowie mit der S-Bahn zu dem Bahnhof Prenzlauer Allee (ca. fünf Minuten Fußweg).

Weitere Inform

Aufhebungsvertrag/Abwicklungsvertrag

 

Ein Arbeitsverhältnis kann einseitig dadurch beendet werden, dass Arbeitgeber oder Arbeitnehmer eine Kündigung aussprechen. Sind sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer einig, dass sie das Arbeitsverhältnis beenden wollen, können Sie einen Aufhebungsvertrag schließen.

 

In dem Aufhebungsvertrag vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Ende des Arbeitsverhältnisses zu einem bestimmten Zeitpunkt, ggf. gegen Zahlung einer Abfindung. Außerdem werden häufig weitere Ansprüche der Parteien gegeneinander geklärt (restliches Arbeitsentgelt, Urlaub, Urlaubsabgeltung, widerrufliche/unwiderrufliche Freistellung, Arbeitszeugnis, Zwischenzeugnis usw.).

 

Für einen Arbeitnehmer, der noch keine Anschlussbeschäftigung hat, können sich aus dem Abschluss eines Aufhebungsvertrags erhebliche Nachteile ergeben.

 

Die Bundesagentur für Arbeit kann zum Beispiel wegen der im Aufhebungsvertrag zu sehenden Mitwirkung an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Sperrzeit verhängen. Wird eine Abfindung gezahlt, kommt – jedenfalls bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist – unter Umständen auch das Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs in Betracht.

 

Hat ein Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag erst einmal unterschrieben, ist an der Beendigung in der Regel nicht mehr zu rütteln. Wenn die Unterschrift vom Arbeitgeber durch Druck erlangt wird, zum Beispiel durch die unberechtigte Drohung mit einer fristlosen Kündigung, kann die Vereinbarung angefochten werden. An die Wirksamkeit einer solchen Anfechtung werden von der Rechtsprechung allerdings sehr hohe Anforderungen gestellt.

 

Der Aufhebungsvertrag muss unbedingt im Original die Unterschriften von Arbeitgeber (vertretungsberechtigte Person) und Arbeitnehmer enthalten. Ein, zum Beispiel im Wege wechselseitiger Mails oder Faxe, geschlossener Aufhebungsvertrag ist unwirksam und führt nicht zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

 

Spricht der Arbeitgeber erst eine Kündigung aus und einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer später auf eine vertragliche Aufhebung, spricht man von einem Abwicklungsvertrag. Ein solcher Vertrag ist –  in Hinblick auf eventuelle Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit (Sperrzeit, Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs) insbesondere dann, wenn er nach Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers vor dem Arbeitsgericht als gerichtlicher Vergleich geschlossen wird – regelmäßig wesentlich unproblematischer.