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Kündigung wegen altersbedingter mangelnder Leistungsfähigkeit – was Arbeitnehmer wissen sollten

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Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Bei älteren Arbeitnehmern sinkt häufig die Leistungsfähigkeit im Vergleich zu jüngeren Arbeitnehmern. Daraus resultiert dann oft eine Angst der älteren, den Arbeitsplatz zu verlieren. Diese Angst ist in der Regel unbegründet.

Kündigungsschutz. Wenn im Unternehmen regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt sind, hat der ältere Arbeitnehmer genauso wie der jüngere Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz. Weder das Alter noch eine altersbedingte Verminderung der Leistungsfähigkeit sind ein dort anerkannter Kündigungsgrund. Nur Arbeitnehmer in kleinen Betrieben müssen befürchten bei nachlassender Leistungsfähigkeit gekündigt zu werden.

Kündigung wegen mangelnder Leistungsfähigkeit. Kündigungen bei mangelnder Leistungsfähigkeit sind Seitens des Arbeitgebers sehr schwer durchzusetzen. Zwar erkennt das Bundesarbeitsgericht solche Kündigung grundsätzlich an. Der Arbeitgeber muss aber zunächst die durchschnittliche Leistung darlegen und dann die Minderleistung des Arbeitnehmers. Schließlich muss er diesen Vortrag auch noch beweisen. Dies erweist sich in der Praxis als äußerst schwierig.

Kündigungen wegen Krankheit. Altersbedingt sind ältere Arbeitnehmer häufig öfter krank. Auch dies ist allerdings nicht ohne weiteres ein Kündigungsgrund. Hier sind die Anforderungen der Rechtsprechung an eine krankheitsbedingte Kündigung ebenfalls enorm hoch. Allein der Umstand, dass ein älterer Arbeitnehmer häufiger krank ist als ein jüngerer, ist noch kein Kündigungsgrund.

Bei Kündigung Kündigungsschutzklage. Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten, müssen innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen. So kann der Job gerettet oder eine hohe Abfindung für den Verlust des Arbeitsplatzes erzielt werden. Gerade bei älteren Arbeitnehmern geht es häufig darum, die Nachteile bis zum Bezug von Altersrente auszugleichen. Hier ist eine professionelle Vertretung durch einen Spezialisten, am besten einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, noch wichtiger als sonst.

24.2.2016

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Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind die Autoren des Ratgebers „Arbeitsrecht“ der Stiftung Warentest.

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