Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Arbeitsrecht Berlin Kündigung, Abfindung ++ Rechtsanwalt Arbeitsrecht ++ Beratung Arbeitsrecht Berlin ++ Kündigungsschutzklage

Betriebsbedingte Kündigung - fünf Punkte, die Arbeitnehmer wissen sollten

Fachanwalt für Arbeitsrecht, Berlin

Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

1. Voraussetzungen einer betriebsbedingten Kündigung


Für eine wirksame betriebsbedingte Kündigung ist es erforderlich, dass der Arbeitgeber beweisen kann, dass der Arbeitnehmer aufgrund betrieblicher Erfordernisse nicht mehr im Unternehmen beschäftigt werden kann. Ein betriebsbedingte Kündigung kommt in Betracht bei unvermeidbarem Personalabbau aufgrund von Betriebsstilllegungen, Stilllegung von Betriebsteilen, fehlenden Aufträgen, starkem Rückgang von Umsatz, technischer Maßnahmen zur Personaleinsparung, Fremdvergabe (Outsourcing) von Aufgaben, Wegfall von Drittmitteln und unter Umständen sogar auf Witterungsgründe (Bauunternehmen) gestützt werden.

2. Wirksamkeit einer betriebsbedingten Kündigung

Dass solche betriebsbedingten Gründe tatsächlich vorliegen, bedeutet aber noch längst nicht, dass eine darauf gestützte Kündigung wirksam ist. Der Arbeitgeber muss die betriebsbedingten Kündigungsgründe nämlich auch beweisen. Das ist in der Praxis manchmal gar nicht so einfach.

3. Der Arbeitgeber muss eine Sozialauswahl vornehmen

Da in der Regel nicht sämtliche Arbeitnehmer gekündigt werden, muss der Arbeitgeber außerdem eine soziale Auswahl zwischen den vergleichbaren Arbeitnehmern durchführen. Der Arbeitgeber muss zunächst alle Arbeitnehmer, die grundsätzlich vergleichbare Tätigkeiten durchführen, herausnehmen. Innerhalb dieser Gruppe muss der Arbeitgeber die einzelnen Arbeitnehmer vergleichen und die am wenigsten schutzwürdigen Arbeitnehmer zuerst kündigen. Kriterien sind Zeitdauer der Beschäftigung (Betriebszugehörigkeit), Lebensalter, Familienstand und Unterhaltspflichten. Aber auch Schwerbehinderungen und Betriebsratszugehörigkeiten muss der Arbeitgeber berücksichtigen. Dabei kann eine Menge schief laufen.

4. Häufigster Fehler - unzureichende Betriebsratsanhörung macht die Kündigung unwirksam

Besteht im Betrieb ein Betriebsrat, muss der Arbeitgeber den Betriebsrat anhören. Hier sind eine Menge Formalien und Fristen einzuhalten. Macht der Arbeitgeber einen Fehler bei der Betriebsratsanhörung, ist die Kündigung in jedem Fall unwirksam.

5. Fehler des Arbeitgebers zur Erzielung einer hohen Abfindung nutzen

Insgesamt ist das vom Arbeitgeber bei einer betriebsbedingten Kündigung zu beachtende Verfahren extrem kompliziert. Hierbei werden häufig Fehler gemacht. Dementsprechend zahlen Arbeitgeber bei einer Klage gegen eine betriebsbedingte Kündigung regelmäßig hohe Abfindungen, um den Arbeitnehmer loszuwerden. Voraussetzung für die Erzielung einer möglichst hohen Abfindung ist auch hier, dass ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Fachanwalt oder Rechtsanwalt möglichst viele Fehler im Verfahren findet und den Arbeitgeber dann im Kündigungsschutzverfahren unter Druck setzt.

Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage.

Die Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind die Autoren des Ratgebers „Arbeitsrecht“ der Stiftung Warentest.

8.2.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com