Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Arbeitsrecht Berlin Kündigung, Abfindung ++ Rechtsanwalt Arbeitsrecht ++ Beratung Arbeitsrecht Berlin ++ Kündigungsschutzklage

Kündigungen bei Wiesenhof nach Brand – worauf müssen Mitarbeiter achten?

Fachanwalt ++ Arbeitsrecht ++ Berlin

Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Aufgrund des Brandes kam es bei Wiesenhof Pressemitteilungen zufolge bereits zu ersten Kündigungen. Außerdem ist wohl die Erstellung eines Sozialplans für die betroffenen Mitarbeiter geplant. Worauf müssen Arbeitnehmer nun achten?

Innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage erheben. Zunächst sollte unbedingt eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Dafür haben Arbeitnehmer drei Wochen Zeit, nachdem sie die Kündigung erhalten haben. Wenn man diese Frist verstreichen lässt, kann man in der Regel nicht mehr wirksam gegen die Kündigung vorgehen. Nur mit der Erhebung der Kündigungsschutzklage können sich Arbeitnehmer alle Optionen offen halten.

Kündigungsschutzklage auch bei Sozialplan. Eine Kündigungsschutzklage macht auch dann Sinn, wenn ein Sozialplan und entsprechende Leistungen versprochen wurden. Arbeitnehmer haben später in jedem Fall einen Anspruch auf solche Leistungen aus dem Sozialplan.

Erfolgschancen mit Kündigungsschutzklage. Eine abschließende Beurteilung der Erfolgschancen von Kündigungsschutzklagen ist derzeit noch nicht möglich. Entscheidend ist aber auch ohnehin, dass über 90 Prozent der Kündigungsschutzklage damit enden, dass der Arbeitgeber eine Abfindung zahlt, auch wenn zu der Zeit, wo der Vergleich geschlossen wird, der Ausgang des Verfahrens noch völlig offen ist.

Fehlerquellen bei Kündigungen für Arbeitgeber. Besonders wenn Arbeitgeber bei dem Ausspruch von Kündigungen unter Zeitdruck stehen, kann es gut sein, dass sie Fehler machen. Diese Fehler können dann dazu genutzt werden, die Kündigung mit der Kündigungsschutzklage anzugreifen. Auf dieser Grundlage lässt sich dann unter Umständen das Arbeitsverhältnis erhalten oder eine gute Abfindung erzielen.

Sozialauswahl des Arbeitgebers. Wenn der Arbeitgeber nicht alle Beschäftigten entlässt, wird eine soziale Auswahl zwischen den vergleichbaren Arbeitnehmern erforderlich. Der Arbeitgeber muss zunächst alle Arbeitnehmer, die grundsätzlich vergleichbare Tätigkeiten durchführen, herausnehmen. Innerhalb dieser Gruppe muss der Arbeitgeber die einzelnen Arbeitnehmer vergleichen und die am wenigsten schutzwürdigen Arbeitnehmer zuerst kündigen. Kriterien sind Zeitdauer der Beschäftigung (Betriebszugehörigkeit), Lebensalter, Familienstand und Unterhaltspflichten. Aber auch Schwerbehinderungen und Betriebsratszugehörigkeiten muss der Arbeitgeber berücksichtigen. Dabei werden regelmäßig Fehler gemacht.

Unwirksamkeit der Kündigung wegen unzureichender Betriebsratsanhörung. Besteht im Betrieb ein Betriebsrat, muss der Arbeitgeber den Betriebsrat anhören. Hier sind eine Menge Formalien und Fristen einzuhalten. Macht der Arbeitgeber einen Fehler bei der Betriebsratsanhörung, ist die Kündigung in jedem Fall unwirksam.

Fehler des Arbeitgebers zur Erzielung einer hohen Abfindung nutzen. Insgesamt ist das vom Arbeitgeber bei einer betriebsbedingten Kündigung zu beachtende Verfahren extrem kompliziert. Hierbei werden häufig Fehler gemacht. Dementsprechend zahlen Arbeitgeber bei einer Klage gegen eine betriebsbedingte Kündigung regelmäßig hohe Abfindungen, um den Arbeitnehmer loszuwerden. Voraussetzung für die Erzielung einer möglichst hohen Abfindung ist auch hier, dass ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Fachanwalt oder Rechtsanwalt möglichst viele Fehler im Verfahren findet und den Arbeitgeber dann im Kündigungsschutzverfahren unter Druck setzt.

Deutschlandweite Vertretung von Arbeitnehmern. Wir vertreten Arbeitnehmer deutschlandweit bei Kündigungsschutzklagen gegen ihren Arbeitgeber und erstreiten Abfindungen. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage.

30.3.2016

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Spezialseite Kündigungsschutzklage für Arbeitnehmer: Hier können Sie prüfen, welche Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage in Ihrem Fall bestehen und wie die Aussichten sind, mit einer Kündigungsschutzklage entweder den Bestand des Arbeitsverhältnisses zu sichern oder eine gute Abfindung zu erzielen. Sie finden Formulare für eine Kündigungsschutzklage mit Ausfüllhinweisen. Es folgt eine ausführliche Darstellung des Ablaufs des Kündigungsschutzverfahrens mit Praxistipps für das Verhalten vor dem Arbeitsgericht. Des Weiteren finden Sie ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen. Sie können zudem auf Muster für Widersprüche gegen Sperrzeitanordnungen der Bundesagentur für Arbeit und Kostenbeispiele zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für Ihre Kündigung zum Preis von 50 € zuzüglich MwSt.

Das alles hier: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de