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Sonn- und Feiertagsarbeit

An Sonn- und Feiertagen dürfen Arbeitnehmer nur dann beschäftigt werden, wenn sie ihre Arbeit nicht an Werktagen vornehmen können. Hierzu zählen besonders Notdienste, Rettungsdienste, Feuerwehr, Beschäftigte in Krankenhäusern und in anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen. Eine Auflistung wer kraft Gesetz an Sonn- und Feiertagen arbeiten darf befindet sich in § 10 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Die Beschäftigungsdauer an Sonn- und Feiertagen darf regelmäßig nicht länger als acht Stunden betragen. Sie kann auf zehn Stunden verlängert werden, wenn innerhalb des Ausgleichszeitraum an einem Werktag entsprechend weniger gearbeitet wird.

Für die Beschäftigung an einem Sonn- oder Feiertag steht dem Arbeitnehmer ein Ersatzruhetag zu. Der Ersatzruhetag für Sonntagsarbeit muss, an einem Werktag, innerhalb von zwei Wochen gewährt werden. Der Ersatzruhetag für die Beschäftigung an einem Feiertag, welcher auf einen Werktag fällt, hat innerhalb von acht Wochen zu erfolgen. Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen in der Regel beschäftigungsfrei bleiben.

Schichtarbeit ist die Arbeit, die von mindestens zwei Arbeitnehmern so erfüllt wird, dass diese sich nach einem überschaubaren Plan ablösen. Nacharbeit ist die Arbeit, die in den Zeitraum von 23 bis 6 Uhr fällt.

Der Beginn der Nachtarbeit kann in Tarifverträgen geregelt werden, und zwischen 22 Uhr und 24 Uhr variieren. Die Nachtarbeitsspanne beträgt sieben Stunden. Wird der Beginn der Nachtarbeitszeit z.B. auf 22 Uhr gelegt, so endet die Nachtarbeit um fünf Uhr. Nacharbeit liegt erst dann vor, wenn die Arbeit mehr als drei Stunden der Nachtzeit erfasst. Die Nachtarbeitszeit beträgt acht Stunden und darf auf zehn Stunden verlängert werden, wenn der Arbeitnehmer innerhalb von vier Wochen oder einem Kalendermonat im Durchschnitt nicht mehr als acht Stunden arbeitet.

Nacharbeiter ist, wer mindestens 48 Tage im Kalenderjahr Nachtarbeit leistet oder wer auf Grund der Arbeitszeitgestaltung normalerweise Nachtarbeit in Wechselschicht zu leisten hat. Nachtarbeiter haben Anspruch auf:

  • arbeitsmedizinische Untersuchung (bis zum 50. Lebensjahr alle drei Jahre, dann jährlich),
  • Umsetzung auf einen geeigneten Tagesarbeitsplatz (bei Gesundheitsgefährdung,
  • Kinderbetreuung oder Pflege eines Angehörigen),
  • Ausgleich für die, mit der Nachtarbeit einhergehende, Beeinträchtigung (Zuschlag auf das Bruttogehalt, oder bezahlte freie Tage).
Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin-Prenzlauer Berg
Anwalt

Rechtsanwalt Alexander Bredereck,

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Mitgliedschaften:
Vorstand des Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Verband deutscher ArbeitsrechtsAnwälte e.V.
Arbeitskreis Arbeitsrecht im Berliner Anwaltsverein e.V.
Berliner Anwaltsverein e.V.
Rechtsanwaltskammer Berlin

Schwerpunkt während des Studiums:  Arbeitsrecht  
Wahlfach: Arbeitsrecht

1999 Zulassung als Rechtsanwalt in Berlin
Tätigkeitsschwerpunkt Arbeitsrecht

1999 Sozius in der Kanzlei Ascher v. Buttlar Bredereck Hoffmann-Baasen Willkomm. Hier verantwortlich für das Dezernat Arbeitsrecht

Seit 2004 Sozius Rechtsanwälte Bredereck Willkomm in Berlin und Potsdam, Schwerpunkt Arbeitsrecht

Seit 2005 Fachanwalt für Arbeitsrecht

Schwerpunkt: Kündigungsschutzrecht und Erstreiten von Abfindungen

 

 

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