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Arbeit auf Abruf

Bei Arbeit auf Abruf ist die Dauer der Arbeitszeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums nicht festgelegt. Der Arbeitgeber ruft die Arbeitsleistung im Bedarfsfall ab und bezahlt nur die jeweils abgerufene Leistung. Im deutschen Arbeitsrecht regelt § 12 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) die Arbeit auf Abruf. Danach ist Arbeit auf Abruf zulässig, wenn arbeitsvertraglich eine bestimmte wöchentliche und tägliche Arbeitszeit festgelegt wird. Wird dies unterlassen, so gilt eine Wochenstundenzahl von zehn Stunden als vereinbart. Fehlt es an einer vertraglichen Festlegung der täglich zu leistenden Arbeitszeit, hat der Arbeitgeber die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers jeweils für mindestens drei aufeinander folgende Stunden in Anspruch zu nehmen. Der Arbeitnehmer hat das Recht, die Arbeit zu verweigern, wenn der Arbeitgeber die Arbeitszeiten nicht wenigstens vier Tage im Voraus festlegt. In Tarifverträgen können für die Arbeit auf Abruf vom Gesetz abweichenden Regelungen geschaffen werden, auch solche, die für die Arbeitnehmer ungünstiger sind. Hier wird die Arbeit auf Abruf  auch als KAPOVAZ bezeichnet. Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates über Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen sowie die Verteilung der Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage gilt auch für Abrufarbeit. Kein Arbeitsverhältnis über Arbeit auf Abruf liegt bei einer ungleichmäßigen Arbeitszeitverteilung in Vollbeschäftigung vor (z.B. bei Schichtarbeit). Auf Arbeitsbereitschaft, Rufbereitschaft sowie Bereitschaftsdienst finden die Regeln über Arbeit auf Abruf keine Anwendung.

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Alexander Bredereck, Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Mitgliedschaften:
Vorstand des Verbraucherzentrale Brandenburg e.V.
Verband deutscher ArbeitsrechtsAnwälte e.V.
Arbeitskreis Arbeitsrecht im Berliner Anwaltsverein e.V.
Berliner Anwaltsverein e.V.
Rechtsanwaltskammer Berlin

Schwerpunkt während des Studiums:  Arbeitsrecht  
Wahlfach: Arbeitsrecht

1999 Zulassung als Rechtsanwalt in Berlin
Tätigkeitsschwerpunkt Arbeitsrecht

Zunächst als Sozius in der Kanzlei Ascher v. Buttlar Bredereck Hoffmann-Baasen Willkomm verantwortlich für das Dezernat Arbeitsrecht

Seit 2004 Sozius Rechtsanwälte Bredereck Willkomm in Berlin und Potsdam, Schwerpunkt Arbeitsrecht

Seit 2005 Fachanwalt für Arbeitsrecht

Schwerpunkt im Arbeitsrecht: Kündigungsschutz, Erstreiten von Abfindungen

 

 

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