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Drohung gegenüber dem Arbeitgeber / Vorgesetzten als Kündigungsgrund

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, zu einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 08. Mai 2014 – 2 AZR 249/13 –, juris.

Im Arbeitsverhältnis kann es schon mal stressig werden und manchmal kommt es auch zu Konfrontationen. Wer als Arbeitnehmer das Gefühl hat, der Arbeitgeber bzw. ein Vorgesetzter verhält sich unprofessionell, wird zum Teil auch mal kochen vor Wut. Wer seine Nerven in solchen Situationen nicht im Griff hat, riskiert aber sein Arbeitsverhältnis.

Drohung gegenüber dem Arbeitgeber als Kündigungsgrund: Arbeitgeber können in Fällen einer Bedrohung durch den Arbeitnehmer nach der Rechtsprechung zur Kündigung berechtigt sein und dies auch ohne eine vorherige Abmahnung. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang nicht, dass der Arbeitnehmer Schläge androht. Eine Nötigung, selbst eine solche, die keine Nötigung im strafrechtlichen Sinne darstellt, kann hier ausreichen, so das Bundesarbeitsgericht: Droht der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mit einem empfindlichen Übel, um die Erfüllung eigener streitiger Forderungen zu erreichen, kann darin - je nach den Umständen des Einzelfalls - ein erheblicher, die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigender Verstoß gegen seine Pflicht zur Wahrung von dessen Interessen liegen. … Eine auf ein solches Verhalten gestützte Kündigung setzt regelmäßig die Widerrechtlichkeit der Drohung voraus. Unbeachtlich ist demgegenüber, ob das Verhalten den Straftatbestand der Nötigung (§ 240 StGB) erfüllt. Auch eine nicht strafbare, gleichwohl erhebliche Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten kann einen wichtigen Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB bilden (BAG, Urteil vom 08. Mai 2014 – 2 AZR 249/13 –, juris).

Entschuldigung kann Arbeitnehmer retten: Ist es doch im Eifer des Gefechts zu missverständlichen oder klar unzulässigen Äußerungen gekommen, sind Arbeitnehmer gut beraten, sich umgehend zu entschuldigen. Wer sich direkt und ehrlich entschuldigt, zeigt damit, nicht nachhaltig an seiner Meinung festzuhalten. Dies wird nicht selten mildernd von den Arbeitsgerichten berücksichtigt.

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Wenn Sie eine Kündigung erhalten, sollten Sie unbedingt innerhalb von drei Wochen Kündigungsschutzklage beim zuständigen Arbeitsgericht einreichen. Eine Abfindung ist in solchen Fällen immer drin. In dem Bereich ist in der Rechtsprechung vieles offen und ungeklärt. Die Erfolgsaussichten einer Kündigungsschutzklage sind daher regelmäßig sehr gut.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können. Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind. Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten?

18.5.2017

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