Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Arbeitsrecht Berlin Kündigung, Abfindung ++ Rechtsanwalt Arbeitsrecht ++ Beratung Arbeitsrecht Berlin ++ Kündigungsschutzklage

Verdacht auf Drogenkonsum des Arbeitnehmers – was können Arbeitgeber tun?

Fachanwalt + Arbeitsrecht + Berlin

Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Arbeitnehmer können Drogentest verweigern: Hat der Arbeitgeber den Verdacht, dass ein Arbeitnehmer regelmäßig unter Drogeneinfluss bei der Arbeit steht, hat er zunächst ein Problem. Er kann nämlich keinen Drogentest gegen den Willen des Arbeitnehmers durchführen. Dieser kann sich auf sein Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 GG berufen und eine entsprechende Untersuchung verweigern.

Kündigung kann auf Verdacht des Drogenkonsums gestützt werden: Aufgrund des beschriebenen Umstandes haben Arbeitgeber nun zunächst ein Beweisproblem, wenn sie den Arbeitnehmer wegen Drogenkonsums kündigen wollen. Sinnvoll ist es deshalb, zum Mittel der Verdachtskündigung zu greifen. Dabei kann eine Kündigung dann bereits auf den bloßen Verdacht des Drogenkonsums gestützt werden, sofern die weiteren formellen Voraussetzungen, insbesondere eine vorherige Anhörung des betroffenen Arbeitnehmers, eingehalten werden. Tut der Arbeitgeber das nicht, dürfte er es schwer haben, den erforderlichen Beweis für das Fehlverhalten des Arbeitnehmers zu erbringen.

Erforderlichkeit einer vorherigen Abmahnung einzelfallabhängig: Ob eine fristlose Kündigung ohne vorherige Abmahnung gerechtfertigt ist oder aber der Arbeitgeber zunächst abmahnen muss, ist jeweils nach den Umständen des Einzelfalls zu beurteilen. Relevant ist dann etwa, wie stark der Drogeneinfluss beim Arbeitnehmer war, um welche Drogen es sich handelt und auch die Frage, ob es sich um eine Tätigkeit handelt, die in ihrer Ausübung potentiell gefährlich für Dritte werden kann (z.B. Ärzte oder auch Kraftfahrer). Handelt es sich nicht um einen solchen Beruf, muss wohl zunächst in der Regel abgemahnt werden. Geht der Drogenmissbrauch des Arbeitnehmers wiederum einher mit einem Ansehensverlust des Arbeitgebers, verbunden z.B. auch mit einem Rückgang an Aufträgen, liegt der Fall wiederum anders und eine fristlose Kündigung dürfte auch schon beim Nachweis „kleinerer“ Verstöße gerechtfertigt sein.

Deutschlandweite Vertretung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in Kündigungsfällen: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit bei Kündigungen und Kündigungsschutzklagen und im Zusammenhang mit geplanten oder durchgeführten Freistellungen von der Erbringung der Arbeitsleistung. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich die Erfolgsaussichten einer Kündigung oder einer Kündigungsschutzklage. Hierbei können Sie auch die Kosten bzw. das Kostenrisiko im Verhältnis zu der zu erwartenden Abfindung besprechen. Sie können sich von Fachanwalt Bredereck außerdem eine Strategie zur optimalen Verteidigung ihrer Rechtsposition skizzieren lassen.

9.2.2017

Alles zum Thema Kündigung und Abfindung für Arbeitnehmer: www.kuendigungen-anwalt.de

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: http://www.fernsehanwalt.com

Spezialseite Kündigung für Arbeitgeber: Hier finden Sie umfassende Informationen über Ihre Möglichkeiten, einen Arbeitnehmer zu kündigen. Wann besteht Kündigungsschutz? Sie finden Musterkündigungen mit Ausfüllhinweisen. Daneben gibt es umfassende Informationen zur Betriebsratsanhörung und ein Musterformular mit Ausfüllhinweisen. Wir stellen den Ablauf des Kündigungsschutzprozesses dar und geben Beispiele für einen gelungenen Vortrag im Verfahren zu den jeweiligen Kündigungsgründen. Des Weiteren können Sie auf ein Muster für einen Aufhebungsvergleich mit typischen Formulierungen und Hinweisen zum Ausfüllen zugreifen. Das besondere Angebot: der Onlinecheck für die von Ihnen vorbereitete Kündigung zum Preis von 250 € zuzüglich MwSt. Das alles hier: www.arbeitgeberanwalt-kuendigung.de