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Befristetes Arbeitsverhältnis: Recht auf unbefristeten Vertrag

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Fachanwalt Arbeitsrecht Bredereck informiert: Wann hat ein Arbeitnehmer mit einem befristeten Vertrag ein Recht auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis?

Nicht wenige Arbeitnehmer sind befristet angestellt. Das Gesetz erlaubt die Befristung von Arbeitsverhältnissen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Das unbefristete Arbeitsverhältnis soll die Regel bleiben. In der Praxis übersehen Arbeitgeber nicht selten, dass ein befristetes Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht mit jemandem abgeschlossen werden darf, der zuvor in derselben Firma tätig war. Sollte er vorher etwa als Praktikant tätig gewesen sein, ist die Befristung unzulässig. Eine Ausnahme gilt bei zurückliegenden Berufsausbildungsverhältnissen. 

Sollte die Befristung unwirksam sein, kann der Arbeitnehmer die unbefristete Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses verlangen. Weigert sich der Arbeitgeber, kann er auf Entfristung vor dem Arbeitsgericht klagen. Auch wenn man sich vor Gericht einigen sollte, dass das Arbeitsverhältnis beendet ist, wird der Arbeitgeber sich den Verlust des Arbeitsplatzes durch eine satte Abfindung versüßen können. 

Das Bundesarbeitsgericht entschied im April 2011, dass es – neben einer vorherigen Berufsausbildung – weitere Ausnahmen gibt. Sollte die vorige Beschäftigung mehr als 3 Jahre zurückliegen, darf der Arbeitgeber trotzdem befristet einstellen. 

Fachanwaltstipp Arbeitnehmer: Nach wie vor gilt: Sollten Sie vor Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages bei dem Arbeitgeber tätig gewesen sein, ist die Befristung grundsätzlich unwirksam. Vor dem Arbeitsgericht können Sie kurz nach Ende Ihres Arbeitsverhältnisses auf Entfristung klagen. Doch Vorsicht: Diese Klage ist nur innerhalb von 3 Wochen nach Ende des befristeten Arbeitsverhältnisses möglich. Danach haben Sie in der Regel keine Möglichkeit mehr, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (oder eine Abfindung) zu erreichen.

Fachanwaltstipp Arbeitgeber: Prüfen Sie vor Abschluss eines befristeten Arbeitsverhältnisses immer auch, ob der Bewerber vorher bei Ihnen tätig war. Bedenken Sie aber, dass die neue Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts Ihnen neue Möglichkeiten zum Abschluss befristeter Arbeitsverträge mit ehemaligen Mitarbeitern eröffnet, die vor mehr als 3 Jahren bei Ihnen tätig waren.

Lesen Sie mehr zum Thema befristetes Arbeitsverhältnis in einem weiteren Fachbeitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin:

Befristung von Arbeitsverträgen erleichtert. Das Bundesarbeitsgericht n einer aktuellen Entscheidung (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 6. April 2011 - 7 AZR 716/09 -, Befristung eines Arbeitsverhältnisses mit einer Lehrerin)