Fachanwalt Arbeitsrecht ++ Arbeitsrecht Berlin Kündigung, Abfindung ++ Rechtsanwalt Arbeitsrecht ++ Beratung Arbeitsrecht Berlin ++ Kündigungsschutzklage

Geschäfsführervertrag

  • Bei der Anstellung eines Geschäftsführers handelt es sich weder um einen Arbeits- noch um einen Dienstverhältnis. Der Geschäftsführer wird von der Gesellschafterversammlung bestellt. Es können mehr als nur eine Person Geschäftsführer sein.
  • Die Bestellung der Geschäftsführer ist zu jeder Zeit widerruflich.
  • Im Gesellschaftsvertrag kann die Zulässigkeit des Widerrufs beschränkt werden, so dass nur wichtige Gründe denselben notwendig machen. Solche Gründe sind insbesondere grobe Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung.
  • Der Geschäftsführervertrag unterliegt der Vertragsfreiheit, ist jedoch einer Inhaltskontrolle zu unterziehen.
  • Jede Änderung in den Personen der Geschäftsführer sowie die Beendigung der Vertretungsbefugnis eines Geschäftsführers ist zur Eintragung in das Handelsregister anzumelden.

  • Bestimmte Pflichten sind wichtiger Bestandteil des Geschäftsführervertrags. Diese Pflichten sind die, welche im Interesse der Gesellschaft liegen. Hierzu zählen,

    • die Unternehmensleitung,
    • Sorgfaltsmaßstab gem. § 43 I GmbHG,
    • Weisungsabhängig gem. § 37 I GmbHG,
    • Sozialversicherungsbeiträge, Buchführung,
    • Einberufung der Gesellschafterversammlung
    • Geltendmachung von Ansprüchen der Gesellschaft – auch gegenüber Gesellschaftern,
    • Ungeschriebene allgemeine Informationspflicht,
    • Verschwiegenheit gem. § 85 GmbHG, Loyalität, Wettbewerbsverbot.

  • Dasselbe gilt für Pflichten des Geschäftsführers, die im Interesse der Allgemeinheit liegen. Diese sind die Insolvenzantragspflicht nach § 64 GmbHG  sowie die Pflicht zur Kapitalerhaltung nach § 43 III GmbHG.
  • Geschäftsführer haften aus dem Geschäftsführervertrag gegenüber der Gesellschaft und den Gesellschaftern.  Hier spricht man von der Organschaftlichen Haftung gem. § 43 GmbHG.