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Ausbildungsvertrag

  • Der Berufsausbildungsvertrag begründet die Verpflichtung des Ausbildenden zur Ausbildung des Auszubildenden in dem im Vertrag vereinbarten Ausbildungsberufs.
  • Der Ausbildungsvertrag ist vom Ausbildenden und dem Auszubildenden und gegebenenfalls dessen gesetzlichen Vertretern zu unterzeichnen.
  • Der Ausbildungsvertrag muss immer schriftlich vor Beginn des Ausbildungsverhältnis vorliegen. Ist dies nicht der Fall, so ist der Vertrag gleichwohl wirksam, der Arbeitgeber begeht jedoch eine Ordnungswidrigkeit.
  • Dem Auszubildenden sowie seinen gesetzlichen Vertretern ist je ein unterzeichneter Ausbildungsvertrag unverzüglich auszuhändigen.

  • Der Ausbildungsvertrag muss mindestens enthalten:

    • Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll
    • Beginn und Dauer der Berufsausbildung
    • Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte
    • Zahlung und Höhe der Vergütung
    • Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit
    • Dauer der Probezeit (mind. 1 höchsten 4 Monate)
    • Dauer des Urlaubs
    • Ein Hinweis auf Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverhältnis anzuwenden sind, Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gekündigt werden kann (§ 22 BBIG)

  • Nichtig und daher unbeachtlich sind Vereinbarungen, die den Auszubildenden nach Abschluss seiner Ausbildung einschränken (z.B. Weiterarbeitsklauseln).
  • Für die Kündigung des Ausbildungsvertrags dürfen keine Vereinbarungen getroffen werden, die von den gesetzlichen Bestimmungen abweichen.