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Arbeitnehmer zu schlecht – Grund für eine Kündigung des Arbeitgebers?

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Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit einem Rechtstipp zum Thema Kündigung wegen Schlechtleistung.

Hinter vielen Kündigungen, die in der Praxis als betriebsbedingte Kündigung ausgesprochen werden, steckt tatsächlich die grundsätzliche Unzufriedenheit des Arbeitgebers mit der Leistung des Arbeitnehmers. Doch selbst wenn diese Unzufriedenheit begründet ist, stellt allein die Schlechtleistung des Arbeitnehmers noch keinen Kündigungsgrund dar. Zwar ist eine solche Kündigung nicht gänzlich ausgeschlossen, die Anforderungen sind aber extrem hoch. Deshalb greifen Arbeitgeber in der Praxis dann auch vielfach zu einer anderen Begründung, auf die sie die Kündigung stützen.

Für Schlechtleistung muss durchschnittliche Leistung bestimmbar sein: Das Problem für Arbeitgeber in diesem Zusammenhang lässt sich zunächst an folgender Überlegung festmachen: sie müssen im Streitfalle in der Lage sein, die Schlechtleistung des Arbeitnehmers darzulegen. Dafür wiederum muss man aber erst einmal feststellen, was überhaupt eine durchschnittliche Leistung in dem entsprechenden Bereich ist, um dann zeigen zu können, inwiefern der Mitarbeiter dahinter zurückgeblieben ist. Das wird immer dann, wenn es sich um intellektuelle Leistung (Abhalten einer Unterrichtsstunde als Lehrer, Verfassen eines Schriftsatzes als Anwalt) schwierig bis unmöglich. An dieser Hürde scheitern als schon viele Arbeitgeber, wenn sie eine wirksame Kündigung wegen Schlechtleistung aussprechen wollen.

Entkräftung durch Arbeitnehmer: Geht es um dagegen um Tätigkeiten, die klar messbar sind (z.B. Arbeiten am Fließband), dürfte der Arbeitgeber mit seiner Darlegung noch erfolgreich sein. Dann aber wiederum reicht es auf Arbeitnehmerseite aus, darzulegen, dass es ihm unter Einsatz seiner gesamten Anstrengung schlicht nicht möglich war, eine durchschnittliche Leistung zu erbringen. Denn nur das schuldet er dem Arbeitgeber nach dem Arbeitsvertrag. Einen ganz bestimmten Leistungserfolg (bestimmte Menge oder Güte) dagegen muss er nicht erbringen. Allein dadurch lässt sich dann also der Vorwurf des Arbeitgebers entkräften und die Kündigung zunichtemachen.

Fazit: Kündigungen wegen Schlechtleistung sind somit in der Praxis in der Regel unwirksam. Die Hürden für Arbeitgeber sind sehr hoch. Somit lohnt es sich für Arbeitnehmer hier besonders, die Kündigung im Wege der Kündigungsschutzklage anzugreifen. Diese muss innerhalb von drei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht erhoben werden. Andernfalls wird die Kündigung wirksam und der Arbeitnehmer vergibt seine Chance auf eine Abfindung.

Warum müssen Sie bei Erhalt einer Kündigung schnell sein: Die meisten Arbeitnehmer kennen die Dreiwochenfrist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage. Viele wissen allerdings nicht, dass eine Kündigung unter Umständen auch zurückgewiesen werden kann. Dies kann nur unverzüglich (innerhalb weniger Tage nach Erhalt) geschehen.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de. Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de.

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind: Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

5.10.2017

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